Diskussionsabend am 15. Juni 2021

Zurück zur Natur? Wie die Renaturierung von Gewässern sozial-ökologisch gestaltet werden kann

Europaweit sind Gewässer in keinem guten ökologischen Zustand. Die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie der EU werden auch in Deutschland nicht erreicht. Das gilt auch für einige der Fließgewässer in Südhessen, wie etwa die Weschnitz oder die Modau. Der Handlungsdruck ist groß. Wie eine erfolgreiche Renaturierung aussehen könnte, darüber diskutieren Bürger*innen, Expert*innen und Wissenschaftler*innen bei der öffentlichen Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts Weschnitz Dialog am 15. Juni 2021. Das ISOE- Institut für sozial-ökologische Forschung, der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald sowie der Gewässerverband Bergstraße laden herzlich zu dieser digitalen Veranstaltung ein.

Zur Einstimmung in die Veranstaltung, die pandemiebedingt digital stattfinden muss, nimmt Torsten Schäfer die Teilnehmenden mit auf eine Fluss-Entdeckungsreise in Südhessen: der Professor für Journalismus an der Hochschule Darmstadt liest aus seinem aktuellen Buch „Wasserpfade“. Bei dem anschließenden Fachgespräch geht es um wichtige Fragen und Erfahrungen im Zusammenhang mit Renaturierungsmaßnahmen: Welche Potentiale bietet die Renaturierung auf dem Weg „Zurück zur Natur“ und wie sieht der Prozess konkret aus? Welche Rahmenbedingungen sind für die Renaturierung wichtig und welche Konflikte können sich durch unterschiedliche Interessen seitens Landwirtschaft, Stadtplanung und Naturschutzes ergeben?

Datum und Uhrzeit: 15 Juni 2021, 18:00 – 20:00 Uhr
Ort der Veranstaltung: Online
Veranstaltungstyp: Diskussionsabend
Veranstalter: ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, Gewässerverband Bergstraße, Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

Hinweis zur Teilnahme und Zugangslink: Für eine Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich.

Zoom-Meeting beitreten https://zoom.us/j/92874193162?pwd=ang5dFFLTlkxU0lDaXZ6YUExbzFtZz09

Meeting-ID: 928 7419 3162
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Ablauf:

Lesung Prof. Dr. Torsten Schäfer, Hochschule Darmstadt

Anschließend Fachgespräch mit: Ulrich Androsch (Gewässerverband Bergstraße, Lorsch), Dr. Jutta Weber (Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald, Lorsch), Dr. Stefan Liehr (ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt am Main), Prof. Dr. Jörg Oehlmann (Goethe Universität Frankfurt am Main), Matthias Beuth (Martin-Luther-Schule, Rimbach)

Moderation: Carla Schönfelder, Team Ewen, Darmstadt

Veranstalter: ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Zusammenarbeit mit dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und dem Gewässerverband Bergstraße

 

 

6. Hessischer Tag der Nachhaltigkeit

Unsere Weschnitz: Exkursion mit Dialog und Aktion

Der Hessische Tag der Nachhaltigkeit findet am 10. September 2020 als landesweiter Aktionstag statt, an dem eine Vielzahl von Veranstaltungen besucht werden können. Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung bietet in Zusammenarbeit mit dem Gewässerverband Bergstraße und dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald eine Exkursion an die Weschnitz an, ein Nebenfluss des Rheins im Süden Hessens und Norden Baden-Württembergs. Los geht es in Lorsch beim Gewässerverband Bergstraße. Der Ausflug findet im Rahmen des Forschungsprojekts Weschnitz Dialog statt, in dem es um mögliche Konflikte zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Siedlungsentwicklung im Zusammenhang mit der Renaturierung eines Flussabschnittes geht. Die Teilnehmer*innen bekommen nicht nur Einblicke in das Forschungsprojekt, sondern können auch selbst als Naturschützer*innen aktiv werden.

Rund 90 Prozent der deutschen Oberflächengewässer verfehlen die Vorgaben der EU-Wasserrichtlinie eines „guten ökologischen Zustands“ – so auch große Teile der Weschnitz. Doch das soll sich nun ändern. Eine weitere Renaturierung des Flusses ist vom Gewässerverband Bergstraße geplant, einhergehend mit einer Deichsanierung zwischen Biblis und Einhausen. Die Exkursion, die am Hessischen Tag der Nachhaltigkeit stattfindet und in Lorsch startet, bietet Einblicke in bereits renaturierte Abschnitte der Weschnitz: Wie erfolgt die Renaturierung eines Flusses? Wie lange dauert es, bis sich neue Biotope bilden? Welche Konflikte können sich durch unterschiedliche Interessen seitens der Landwirtschaft, der Stadtplanung und des Naturschutzes ergeben und wie kann mit diesen umgegangen werden? All das können die Besucher*innen erfahren und darüber hinaus mit unseren Forscher*innen in den Dialog treten.

Die Veranstaltung widmet sich während des etwa fünf Kilometer langen Spaziergangs auch dem Thema „Vermüllung“ am Ufer. Zwar sollte die Müllvermeidung hier das oberste Gebot sein, aber um Naherholungsgebiete in gutem Zustand zu hinterlassen, können letztlich alle Spaziergänger*innen helfen: Alle, die mitmachen wollen, können Handschuhe und Müllbeutel mitbringen und in einer gemeinsamen Müllsammelaktion alles einzusammeln, was nicht in die Natur gehört. Zu gewinnen gibt es auch einen kleinen Preis. Um eine Übersicht über die Anzahl der Teilnehmenden zu haben, bitten wir um Anmeldung.

Datum und Uhrzeit: 10. September 2020, 09:30 – 12:30 Uhr
Ort der Veranstaltung: Gewässerverband Bergstraße, An der Weschnitz 1, 64653 Lorsch
Anmeldung unter: info@weschnitz-dialog.de
Veranstaltungstyp: Exkursion
Veranstalter: ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, Gewässerverband Bergstraße, Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

Bitte mitbringen: Trinken, Essen, Sonnenschutz und Mund-Nasen-Schutzmaske; wer beim Müllsammeln mitmachen möchte: Handschuhe, Müllbeutel, evtl. Müllgreifer und Kescher (für Müll im Fluss)
Hinweis: Die Veranstaltung wird unter Einhaltung der geltenden Corona-Regeln durchgeführt. Bitte achten Sie auf den Mindestabstand zu anderen Teilnehmenden und bringen Sie Ihre Mund-Nasen-Schutzmaske mit.

Link zum Zeitungsartikel des Bergsträßer Anzeiger

 

Vorstellung der Pläne für die Deichsanierung

Vorzugsvariante im Überblick

Im Rahmen der Informationsveranstaltung am 02.03.2020 in Einhausen wurde der aktuelle Planungsstand vorgestellt und kontrovers diskutiert. Ergebnisse der Vorerkundungen wurden präsentiert und die Herangehensweise für die Auswahl der Vorzugsvariante dargestellt. Eine Übersicht der Vorzugsvariante liefert folgende Abbildung.

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Im Verlauf der letzten zehn Monate wurden insgesamt acht Varianten erarbeitet und hinsichtlich der diversen Belange und gesetzlichen Vorgaben geprüft und bewertet. Hierbei wurden auch Anregungen und Bedenken von Bürger*innen im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung berücksichtig und teilweise integriert. Dabei kamen Vorhabenträger und Projektbeteiligte zu dem Ergebnis, dass die hier vorgestellte Vorzugsvariante die unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben (Hochwasserschutz und Gewässerökologie) und Interessen (Landwirtschaft und Naturschutz) am besten miteinander vereint.

Informationsveranstaltung für Bürger*innen in Einhausen am 2. März 2020

Nachdem die umfangreichen Erhebungen im Projektraum (Sommer/Herbst 2019) durchgeführt wurden, werden zur vertiefenden Grundlagenermittlung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben in einem zweiten Schritt nun beidseitig der Weschnitzdeiche auf Teilabschnitten im Deichhinterland weitere Erkundungen der Untergrund- und Grundwasserverhältnisse seit Dezember 2019 durchgeführt. Die Bohrarbeiten sind aus naturschutzrechtlichen Gründen zur Einhaltung des Beginns der Brut- und Setzzeiten bis Ende Februar 2020 abzuschließen. Zur Fortführung der im Frühjahr 2019 begonnenen frühen Öffentlichkeitsinformation ist eine weitere Veranstaltung am 2. März 2020 (19 Uhr) zur Vorstellung und Diskussion des Planungsstandes in der Mehrzweckhalle Einhausen terminiert.