Deichsanierung

Deichsanierung entlang der Weschnitz im Abschnitt zwischen Biblis und Einhausen

Die Deiche der Weschnitz im Bereich zwischen Biblis und Einhausen weisen Alterungserscheinungen auf und müssen an die gestiegenen Anforderungen im Hochwasserschutz angepasst werden. Daher ist es notwendig, die bestehenden Deiche zu sanieren und zu verstärken. Gleichzeitig eröffnet sich mit der Deichsanierung ein einmaliges Gelegenheitsfenster für eine umfassende Renaturierung der Weschnitz auf einem ca. 4,5 km langen Abschnitt, um die gesetzlichen Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu erfüllen.

Das von der WRRL vorgegebene Ziel eines guten ökologischen Zustands wird bei etwa 90 Prozent der deutschen Oberflächengewässer nicht erreicht. Biodiversität und Gewässerstruktur sind zu stark verändert und immer noch werden zu viele Schadstoffe eingetragen. Dies gilt auch für die ca. 60 km lange Weschnitz.

Der Gewässerverband Bergstraße (Vorhabenträger), der für die Instandhaltung der kommunalen Weschnitzdeiche zuständig ist, will deshalb die notwendige Sanierung nutzen, um auch den ökologischen Zustand der Weschnitz zu verbessern. Der Gewässerverband beabsichtigt unter anderem, in einigen Abschnitten dem derzeitigen Verlauf der Weschnitz mehr Platz zur Verfügung zu stellen Dies stellt die Voraussetzung zur Wiederherstellung eines guten, naturnahen Gewässerzustands dar.

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Projektleitung für das Deichsanierungsprojekt übernommen. Weitere Projektbeteiligte sind die Gemeinden Biblis und Einhausen, die BGS Wasserwirtschaft GmbH sowie die ISK Ingenieurgesellschaft für Bau- und Geotechnik mbH.

Vorstellung der Pläne für die Deichsanierung

Vorzugsvariante im Überblick

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 02.03.2020 in Einhausen wurde der aktuelle Planungsstand vorgestellt und kontrovers diskutiert. Ergebnisse der Vorerkundungen wurden präsentiert und die Herangehensweise für die Auswahl der Vorzugsvariante dargestellt. Eine Übersicht der Vorzugsvariante liefert folgende Abbildung.

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Im Verlauf der letzten zehn Monate wurden insgesamt acht Varianten erarbeitet und hinsichtlich der diversen Belange und gesetzlichen Vorgaben geprüft und bewertet. Hierbei wurden auch Anregungen und Bedenken von Bürger*innen im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung berücksichtig und teilweise integriert. Dabei kamen Vorhabenträger und Projektbeteiligte zu dem Ergebnis, dass die hier vorgestellte Vorzugsvariante die unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben (Hochwasserschutz und Gewässerökologie) und Interessen (Landwirtschaft und Naturschutz) am besten miteinander vereint.